Logo Qualitäts- und UnterstützungsAgentur

Agenda zur Stärkung der Beruflichen Bildung

Die Berufliche Bildung in Nordrhein-Westfalen ist ein Faktor für die Stärke, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Die Landesregierung flankiert diese große Bedeutung der Beruflichen Bildung mit gezielten Schwerpunktsetzungen.
Die Landesregierung hat den Anspruch, Berufliche Bildung für junge Menschen auch unter sich kontinuierlich verändernden Rahmenbedingungen zeitgemäß und attraktiv zu gestalten und dabei auch den Bedürfnissen von Unternehmen und Betrieben gerecht zu werden. Dazu wird sie bis zum Herbst 2019 die gesamte Agenda mit allen Akteuren der Beruflichen Bildung diskutieren und deren Anregungen für den weiteren Prozess aufnehmen.
Die „Agenda zur Stärkung der Beruflichen Bildung“ wurde vom Ministerium für Schule und Bildung gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales erarbeitet. Sie greift aktuelle Veränderungsprozesse in der Beruflichen Bildung auf und konkretisiert geplante Maßnahmen in fünf Handlungsfeldern.

Handlungsfeld 1: Digitalisierung und Globalisierung
  • Umsetzung des Beschlusses "Berufliche Schulen 4.0" der Kultusministerkonferenz und der "Digitaloffensive Schule NRW"
  • Unterstützung der Berufskollegs bei der Erstellung von Medienkonzepten
  • Möglichkeiten der Zertifizierung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im digitalen Bereich
  • Ausbau der Digitalisierung in den einzelnen  Bildungsgängen und insbesondere in der dualen Berufsausbildung
  • Stärkung der fremdsprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
Handlungsfeld 2: Sicherung des Fachkräftenachwuchses

Leitidee ist hier der Ausbau der Maßnahmen und transparente Verfahren

  • Periodische Darstellung des branchenspezifischen Fachkräftebedarfs
  • Ausbau der Strukturen für branchen- und regionalspezifische Kapazitätsanpassungen des Bildungsangebotes  (s. auch Talentschulen)
  • Werben für die Kombination von Dualer Ausbildung + Abitur sowie Dualer Ausbildung +  Fachhochschulreife
  • Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderungen und von Menschen mit Fluchthintergrund: Entwicklung und Erprobung von berufsanschlussfähigen Teilqualifizierungen und deren Zertifizierung
  • Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen akademischer und Beruflicher Bildung
Handlungsfeld 3: Übergang von der Schule in den Beruf

Leitidee ist hier die systematische Optimierung und Steigerung des Anteils erfolgreicher Übergänge von der Schule in den Beruf

  • Evaluation von "Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)" und praxistaugliche Weiterentwicklung des Landesprogramms
  • Attraktive Gestaltung der Kombination allgemeinbildender Abschlüsse mit beruflichen Kenntnissen
  • Schulentwicklungsplanung der Schulträger den Kammerorganisationen und den Arbeitsagenturen transparent machen
  • Systematische Stärkung der beruflichen Orientierung in der Sekundarstufe II
  • Entwicklung des digitalen  "Berufswahlpass 4.0" zur Begleitung und Dokumentation des Beruflichen Orientierungsprozesses in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung
Handlungsfeld 4: Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte an Berufskollegs

Leitidee ist hier, dass Berufskollegs noch leistungsfähiger werden sollen

  • Sicherung der Lehrkräfteausbildung in Mangelfachrichtungen
  • Aktualisierung der Fortbildungsangebote in Hinblick auf aktuelle Anforderungen
  • Unterstützung der  Fortbildungsnutzung und Systematisierung der Erfassung des Fortbildungsbedarfs.
Handlungsfeld 5: Regionale Verantwortung der Berufskollegs

Leitidee ist hier die Stärkung der Berufskollegs in ihrer regionalen Verortung

  • Erprobung der Weiterentwicklung von Berufskollegs zu regionalen Berufsbildungszentren
  • Stärkung von Berufskollegs-Verbünden als Standorte von Beratungs- und Bildungsangeboten für die Region

Alle Handlungsfelder der Agenda zur Stärkung der Beruflichen Bildung können mit ihren über 50 Handlungsfeldern detailliert nachgeschaut werden (PDF 480 KB)

Zum Seitenanfang

© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 15.10.2019