BLK - Modellversuch segel-bs Nordrhein-Westfalen
Selbst reguliertes Lernen in Lernfeldern der Berufsschule

Ein BLK-Modellversuch im Programm "skola"
(selbst gesteuertes und kooperatives Lernen in der beruflichen Erstausbildung)

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In den letzten Jahren wird in der Entwicklung der Fähigkeit zum selbst regulierten Lernen – neben der Vermittlung des klassischen Fachwissens – eine der Hauptaufgaben der Erziehung gesehen. Gleichzeitig handelt es sich beim selbst regulierten Lernen um eine Voraussetzung für den schulischen und außerschulischen Wissenserwerb“ (Dtsch. PISA-Konsortium 2000, S. 2). Damit sind wir mitten im Paradox des Modellversuchs angekommen.

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Selbst reguliertes Lernen wird einerseits als förderungsbedürftig und somit als Zielvorstellung für berufsschulischen Unterricht proklamiert. Andererseits wird diese Fähigkeit oftmals als Vorkenntnis der Schülerinnen und Schülern eingefordert. Die alltägliche Unterrichtserfahrung in Ausbildungsklassen des dualen Systems der beruflichen Erstausbildung zeigt ein sehr heterogenes Bild an Vorerfahrungen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der eigenen Steuerung ihrer Lernprozesse.

Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) hat im Sommer 2004 das Modellversuchsprogramm "Selbst gesteuertes und kooperatives Lernen in der beruflichen Erstausbildung (skola)" aufgelegt. Innerhalb dieses Modellversuchsprogramms wird von 2005 bis 2008 von den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern der Modellversuch segel-bs durchgeführt. Im Modellversuch segel-bs wird die Implementation selbst regulierten Lernens primär im Rahmen lernfeldstrukturierter Ausbildungsberufe exemplarisch am Beispiel einiger kaufmännischer, medizinischer und sozialer  Ausbildungsberufe erarbeitet.